Wie alles anfing ...


Mein Name ist Emil – Emil von Liandi.
Geboren bin ich am 18.11.05 in Mettingen (Westfalen). Mein Züchter wollte mich eigentlich als Zuchtrüde behalten (manche männliche Menschen meinen, das wäre auch kein schlechtes Leben gewesen ;-). Ich bin dann aber im Alter von 6 Monaten doch verkauft worden, da mein Züchter die Hundezucht an den Nagel gehängt hat. Die erste Station in meinem noch jungen Hundeleben war dann das Rheinland – genauer gesagt Düsseldorf. Eigentlich das richtige „Pflaster“ für einen Hund von Welt wie ich es bin, allerdings mussten meine Düsseldorfer Mopseltern bald feststellen, dass ich für meine Mitbewohnerin – einer überzüchteten Mopshündin – viel zu agil und sportlich war. Mit meiner langen Nase und den langen Beinen kann ich halt viel länger durchhalten als viele andere Möpschen!

 

Ich sollte deshalb nach weiteren 5 Monaten im Alter von 11 Monaten Düsseldorf wieder verlassen. Ich hatte allerdings richtiges Glück. Mein neues Frauchen und Herrchen waren mir direkt sympathisch. Nach einem kleinen Beschnuppern bin ich zu ihnen ins Auto gehüpft (genau meine Marke – ein schwarzer Mini ;-) und Richtung neuer Heimat gefahren. Zu Hause in Münster angekommen, habe ich zuerst einmal die Eltern von Frauchen geschockt. Die beiden wussten noch nichts von mir und haben doch dann glatt einen kompletten Tag benötigt, bis ich sie verzaubern konnte! Pah, aber dafür liegen mir die beiden jetzt auch zu Füßen und versorgen mich mit Leckerchen (Westf. helles Wurstebrot ist mein Favorit)!


Meine ersten Nächte durfte ich mit Frauchen und Herrchen auf dem Sofa verbringen (damit ich mich erst gar nicht ans Bett gewöhne ;-)). Das fand ich echt nett von ihnen, denn so hatte ich gar keine Angst in der neuen Umgebung und habe – nah an die beiden gekuschelt – schon mal gezeigt, dass ein Mops ganz schön schnarchen kann …

Nach einem Probewochenende und einem Probetag in der Werbegentur (Frauchens Arbeitsstelle) wurde ich also offizieller Westfale. Frauchen und Herrchen meinen, das passt sehr gut – vom Westfalen sagt man ja auch, dass er stur ist. Ich verstehe gar nicht, was die beiden damit meinen ;-)

 

Ich bin also adoptiert worden und mein Mopsleben könnte seitdem nicht schöner sein … Ich darf den ganzen Tag dabei sein (für einen Mops unendlich wichtig!!!) und bin kreativ tätig (ja, ja, auch schlafen kann kreative Prozesse freisetzen). Einmal im Monat treffe ich meine Mopskollegen beim Mopstreffen, und zwischendurch unternehmen die beiden aufregende Reisen mit mir. Meine beiden "Großelternpaare" lieben und knuddeln mich auch so oft es geht und versorgen mich natürlich auch immer mit kulinarischen Köstlichkeiten.



Warum ein Mops?

Frauchen und Herrchen werden oft gefragt: „Wie seid ihr zum Mops gekommen?“ Ich verstehe diese Frage überhaupt nicht … wir Möpschen sind treue, liebe Begleiter, und Schönheit liegt halt immer im Auge des Betrachters!

Frauchen sagt dann immer, dass diese Frage ganz einfach zu beantworten ist: „Es war Liebe auf den ersten Blick … Zu irgendeinem Zeitpunkt in meinem Leben habe ich das erste Mal bewusst einen Mops gesehen und habe wie viele anderen auch gedacht, dass dieser Hund irgendwie besonders, anders und lustig ist! Wenn ich irgendwann die Zeit und die Möglichkeit habe, einem Hund ein zuhause zu geben, dann soll es ein Mops sein!“

Herrchen erklärte Frauchen anfänglich für nicht ganz zurechnungsfähig. Nachdem er allerdings feststellte, dass es ihr durchaus ernst damit war, durchsuchten sie gemeinsam das Internet nach Rasse- und Charakterbeschreibungen. Alles was sie dort lesen konnte, zeigte, dass ein Mops wunderbar zu den beiden passen würde. So suchten die beiden einen Züchter auf, um noch mehr Informationen zu sammeln. Dort war es dann auch endgültig um mein Herrchen geschehen. Zwei Mops-Hündinnen kamen direkt auf ihn zu, kletterten an ihm hoch ganz ohne Berührungsängste, und mit der uns angeborenen typischen „Kopfschrägichverstehedich-Haltung“ eroberten diese kleinen Wesen sein Herz. Die beiden haben mir erzählt, dass dann noch einige Monate mit Recherche, Gesprächen mit Frauchens Arbeitgeber und Kollegen, Diskussionen über Rüde oder Hündin, hell oder dunkel, Welpe oder Junghund vergingen… Aber am Ende läuft alles sowieso anders, als man denkt …

 

Ich, Emil von Liandi, habe beide verzaubert und war ganz plötzlich da!